Steuererklärung 2014, was ändert sich

Gut informiert ins Jahr 2014

Steuerrechtlich ändert sich Einiges im Jahr 2014. Wie so oft, werden bisherige Regelungen abgelöst. Grundsätzlich sollen wir, als Steuerzahler durch die neuen Gesetzesänderungen entlastet werden. Nun, ob das der Fall ist, entscheiden Sie selbst. Im Wirrwarr des Steuerdjungels hilft wohl nur die Zuhilfenahme eines Steuerberaters insbesondere als Unternehmer. Der Arbeitnehmer kann getrost einem Steuerhilfeverein beitreten und für eine geringe Gebühr sich die Steuererklärung machen lassen.

Hier einige bekannte Steuerhilfevereine:

Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.
www.vlh.de

Berliner Lohnsteuerberatung für Arbeitnehmer e.V. – Lohnsteuerhilfeverein
www.blb-ev.de

Lohnsteuerhilfeverein Steuerring
www.steuerring.de

Lohnsteuerhilfeverein Quadriga e.V.
www.quadriga-ev.de/

Steuererklärung preiswert – für Arbeitnehmer, Pensionäre.
www.sanssouci-lohnsteuerhilfeverein.de/

Lohnsteuerhilfe Bayern e. V., Lohnsteuerhilfeverein
www.lohi.de/

Aktuell Lohnsteuerhilfeverein eV
www.aktuell-verein.de/

Unternehmer, Freiberufler oder auch Immobilieneigentümer sind gut beraten, einen Steuerberater zu konsultieren. Das Finanzamt stellt für Selbstsausfüller jedoch auch über Elster online alle wichtigen Formulare online zur Verfügung mit Ausfüll-Hinweisen.
In den meisten Unternehmen wird die Steuererklärung bereits online direkt bearbeitet auch private Softwareanbieter bieten neueste Gesetzesänderungen in ihre Systeme. So informiert Lexware zum Beispiel seine Kunden mit jedem neuen Softwareupdate über Änderungen im Steuergesetz, die für die Steuererklärung eine besondere Relevanz haben. Trotzdem sollten insbesondere Unternehmer sich immer über aktuelle Änderungen auf dem Laufenden halten, um jederzeit auf Rückfragen von Seiten der Arbeitnehmer oder der Behörden reagieren zu können. Aber auch zahlreiche andere Anbieter sind auf dem Markt, ein Vergleich lohnt sich z. B. auf chip.de.
Folgende Änderungen im Steuerrecht sind vor allem für Unternehmer interessant:
  • Die Reisekostenabrechnung Mit den steuerlichen Änderungen zur Reisekostenabrechnung wird ein sowohl für Unternehmen, als auch für Angestellte wesentlicher Punkt angesprochen, denn die Änderungen betreffen nicht nur die steuerliche Geltendmachung von Geschäftsreisen, sondern auch die Fahrstrecken zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte. Hier wird durch die Reisekostenreform eine neue Begrifflichkeit eingeführt. Der Terminus der „ersten Tätigkeitsstätte“ ersetzt den bisher meist verwendeten Begriff der „regelmäßigen Arbeitsstätte“. Diese neue Definition soll mehr Klarheit bringen und bislang ungenau und daher problematische Regelungen ablösen.Für Arbeitnehmer und Unternehmer bedeutet dies künftig, dass eine erste Tätigkeitsstätte für die Steuererklärung festgelegt wird, die als Berechnungsgrundlage der Reisekostenabrechnung herangezogen wird. Die Reisekostenpauschale von 0,30 € pro Kilometer wird ausschließlich für die direkte Verbindung zwischen dieser Adresse und dem angegebenen Wohnsitz berücksichtigt und kann darüber hinaus nicht mehr geltend gemacht werden.Auch im Bereich Verpflegungsmehraufwand bei Geschäftsreisen hat es Steueränderungen gegeben, die sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmer betreffen, wie das Bundesfinanzministerium informiert. Hier wird es künftig nur noch eine zweifache Staffelung der Pauschalen geben. Auch diese Änderung soll der Vereinfachung dienen, da die Ermittlung der Mindestabwesenheitszeiten auch bei mehrtätigen Geschäftsreisen in Zukunft entfällt.
  • E-Bilanz wird verpflichtend Eine wichtige und unter Umständen folgenreiche Änderung für Unternehmen liegt in der Verpflichtung zur Erstellung einer E-Bilanz, die mit Ablauf des Jahres 2013 in Kraft tritt. Wurde für frühere Veranlagungszeiträume das Fehlen einer E-Bilanz noch nicht beanstandet, wird sich dies künftig ändern. Für den Veranlagungszeitraum 2013 ist ab sofort von allen Unternehmen eine E-Bilanz einzureichen, sofern nicht eine ausdrücklich anders lautende Sondervereinbarung besteht. Mit dem Ablauf des Kalenderjahres 2013 ist auch die so genannte Nichtbeanstandungsfrist abgelaufen und Unternehmen müssen künftig mit Konsequenzen rechnen, wenn sie keine E-Bilanz einreichen.
  • ELStAM wird ebenfalls verpflichtend Neben der E-Bilanz wird es für Arbeitgeber künftig außerdem verpflichtend sein, die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ihrer Arbeitnehmer abzurufen. Der Einführungszeitraum des ELStAM-Systems ist mit dem 31. 12. 2013 abgelaufen und bereits mit der Gehaltsabrechnung für den Dezember des vergangenen Jahres muss das neue Verfahren verpflichtend umgesetzt werden. Die Abfrage der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ist bislang einmal monatlich durchzuführen. Allerdings plant das Bundesfinanzministerium eine Vereinfachung des Verfahrens, da sich die hinterlegten Daten in der Regel selten ändern. Möglicherweise wird es künftig für den Arbeitgeber nur noch verpflichtend sein, die Daten erneut abzurufen, wenn ein Mitarbeiter ihn auf diesbezügliche Änderungen hingewiesen hat. Derzeit gilt allerdings noch die Verpflichtung zur monatlichen Abrufung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale via ELStAM.
  • Elektroautos als Firmenwagen Wer als Unternehmer ein Elektroauto als Firmenwagen nutzt, kann sich in Zukunft über erweiterte steuerliche Vorteile freuen. Bereits im Mai 2012 hatte das Bundeskabinett die Maßnahme Elektromobilität beschlossen und damit eine umfangreihe Förderung für den stärkeren Einsatz von Elektroautomobilen genehmigt. Rund zwei Milliarden Euro genehmigte der Bund für das Programm, um bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektroautos in den Umlauf zu bringen. Bislang profitierten allerdings nur Privatnutzer von dieser Förderung, denn Elektrofahrzeuge, die als Firmenwagen zugelassen waren, galten bisher nicht als steuerlich begünstigt. Grund hierfür war der Fakt, dass für Elektroautos keine Kfz-Steuer fällig wird und die Fahrzeuge dementsprechend auch nicht unternehmerisch von der Steuer abzusetzen sein sollten. Eine Neuregelung wird diese Benachteiligung nun ausräumen.Der Gesetzesänderung liegt die so genannte 1%-Regelung zugrunde. Wer als Angestellter oder Unternehmer ein Elektroauto, das er sowohl privat als auch dienstlich nutzt, nach der bekannten 1%-Regelung abrechnet, kann künftig 1% des Bruttolistenpreises des Neuwagens wie finanzielle Einkünfte in Form von Löhnen oder Gewinnen abrechnen. Auf diese Weise will der Gesetzgeber sowohl die private als auch die dienstliche Nutzung des Fahrzeuges angemessen berücksichtigen. Nachteil dieser Regelung: Elektroautos sind gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unverhältnismäßig teuer in der Anschaffung. Der Grund hierfür liegt vor allem in den hohen Kosten für die Batterie. Um dieses Ungleichgewicht bei der steuerlichen Veranlagung auszuräumen, sollen die Kosten für die Batterie künftig zumindest vorübergehend aus dem Listenpreis eines Neuwagens wieder herausgerechnet werden. Den größten Vorteil haben damit Besitzer eines Elektrofahrzeugs, das bis zum 31. 12. 2013 angeschafft wurde. Hier wird die Batterie mit dem pauschalen Höchstbetrag von maximal 10.000 € aus dem Listenpreis des Fahrzeugs herausgerechnet. In den Folgejahren soll der Abzug nach und nach um jeweils 50 € pro kWh beziehungsweise 500 € pro Jahr verringert werden. Bis zum 31. 12. 2022 wird die steuerliche Begünstigung von Elektrofahrzeugen damit sukzessive wieder abgeschafft.
  • Änderung des Investitionsabzugsbetrags Auch im Hinblick auf den Investitionsabzugsbetrag sind mit dem neuen Jahr Änderungen in Kraft getreten, die die bisherigen Regelungen der Finanzverwaltung stärker an die gültige Rechtsprechung anpassen. Bislang wurden Investitionen dergestalt veranlagt, dass die zuständigen Finanzämter nachträglich Steuern inklusive Zinsen erhoben, wenn endgültig feststand, dass es nicht zu Investitionen in entsprechender Höhe kommen würde. Diese Regelung sieht ab dem Veranlagungszeitraum 2013 anders aus. Ab sofort beginnt die Verzinsung der nicht investierten Beträge 15 Monate nach Ablauf des Veranlagungszeitraumes, in dem die Investition trotz veranlagtem Investitionsabzugsbetrag ausgefallen ist. Damit steigt die Zinsbelastung für Unternehmer merklich, wenn sie angemeldete Investitionsabzugsbeträge nicht einsetzen.
  • Spekulationsgeschäfte schlechter absetzbar Die Verrechnung von Spekulationsgeschäften mit Aktien ändert sich nach dem 31. 12. 2014 merklich. Mit dem Jahreswechsel dürfen vor allem Altverluste aus entsprechenden Spekulationsgeschäften nur noch mit wesensgleichen Einkünften aus Spekulationsgeschäften verrechnet werden. Die Verrechnung mit Veräußerungsgewinnen aus Kapitalvermögen fällt damit zum 1. 1. 2014 weg. Für Unternehmer bedeutet dies eine deutliche Einschränkung der Absetzbarkeit von Verlusten aus Spekulationsgeschäften mit Aktien.

Das Jahr 2014 hat wieder einmal umfangreiche Veränderungen im Bereich des Steuergesetzes mit sich gebracht. Zwar sollen die Angleichungen grundsätzlich für eine steuerliche Besserstellung des Einzelnen sorgen, doch vor allem Unternehmen sehen sich im Rahmen der neuen Regelungen auch verschiedenen Einschränkungen und neuen Verpflichtungen gegenüber. Das Bundesfinanzministerium hat jedoch bereits in Aussicht gestellt, neue Verfahrensweisen auch in Zukunft immer stärker vereinfachen zu wollen.

Quelle: unternehmen-heute.de

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