Farbliche Kennzeichnung bei Lebensmitteln hilft gesund zu bleiben

Eine Studie über 24 Monate beweist es. Eigentlich sind wir Deutschen super informiert und doch fällt es uns schwer uns gesund zu ernähren. Beweis sind die stetig steigenden Zahlen von Diabetes- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen. Ein Forschungsteam in Amerika initiierte 2010 ein Programm mit farblicher Kennzeichnung von Lebensmitteln, damit Informationen über gesunde Ernährungsgewohnheiten in vereinfachter Weise dem Nutzer beim Einkaufen hilft eine für ihn gesunde Entscheidung zu treffen. Tagtäglich werden wir von Werbung in den Geschäften beeinflusst. Wer kennt es nicht, Sie gehen einkaufen, haben sich fest vorgenommen, das ein oder andere zu kaufen, die Blicke schweifen an den Regalen vorbei, auf Sonderangebote und schon an der Kasse wundern wir uns, was wir alles Mögliche eingekauft haben, obwohl wir es doch vorher gar nicht benötigten. Genau dieses Verhalten hat sich das Forschungsteam zu Nutze gemacht.

In der ersten Phase ging es um die Anwendung der „Ampel“-Etiketten – grün für die gesündesten Produkte, wie Obst, Gemüse und magerem Protein-Quellen, gelb für weniger gesunde Produkte und Rot für diejenigen mit wenig oder ohne Nährwert – für alle Lebensmittel in der Cafeteria des Hauptkrankenhauses des Massachusetts General Hospital einschließlich Getränken.  Einige Wochen vor dem die Etiketten eingeführt wurden, wurde an den Kassen registriert welche Artikel gekauft wurden.

Das MGH Forscherteam berichtet im American Journal of Preventive Medicine, dass signifikante Veränderungen im Kaufverhalten der Kunden durch die Etiketten und der Wahl, wie die Waren in den Regalen plaziert wurden, wie z. B. gesunde, grün etikettierte, Lebensmittel in Augenhöhe, weniger gesunde, rot etikettierte Lebensmittel auf die unteren Regale plaziert, festzustellen waren. Die Studie wurde über 2 Jahre fortgesetzt. Das Forschungsergebnis erschien im September 2012 in „American Journal of Preventive Medicine“.

Wie das Team im März 2012 berichtet,  am Ende der ersten sechs Monate Studienzeit führte das Programm zu einem signifikanten Anstieg der Käufe von „grünen“ Produkte und reduziert Käufe von „rot“ Produkte. Die größte Veränderungen verzeichnete die Forschungsgruppe bei der Wahl der Getränke Einkäufe. Eine weitere Studie, auf die Mitarbeiter in einem Programm, in dem die Mahlzeiten  durch Gehaltsabzug bezahlt werden konnten, zeigte ähnliche Veränderungen im Kaufverhalten in allen Rassen und ethnischen Gruppen sowie Job-Typen. Das Forschungsergebnis erschien im September 2012 American Journal of Preventive Medicine.

Die aktuelle Studie analysierte Kaufmuster  weitere 24 Monate lang. Nach der Durchführung des Programms war das Ergebnis, dass die am Ende des ersten Jahres vorliegenden Änderungen auch am Ende des zweiten Jahres  nahezu unverändert gleich blieben. Insgesamt stiegen Käufe von „grünen“ Produkte 12 Prozent, verglichen mit der Zeit vor der Intervention, und „rot“ Artikel Einkäufe fielen um 20 Prozent. Käufe von „rot“ Getränke – vor allem Zucker gesüßte Getränke – sank um 39 Prozent, während „grüne“ Getränkekäufe um 10 Prozent stiegen. Die Veränderungen blieben über 2 Jahre stabil.

„Diese Ergebnisse sind die Wichtigsten aus unserer Forschung, weil sie zeigen, dass eine Lebensmittelkennzeichnung und Produktplatzierung Intervention  gesunde Entscheidungen fördern und auch langfristig etabliert werden kann'“, so Anne Thorndike. “

„Unsere aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die signifikanten Veränderungen im Kaufverhalten auch auf längere Zeit blieben.“ berichtete Anne Thorndike, von der MGH Abteilung Allgemeinmedizin, die die Studie leitete. „Das sind gute Hinweise, dass über längere Zeit „gesunde“ Entscheidungen über ein längere Zeit hinweg getroffen wurden. Dies heißt, es wurden vermehrt farblich grün gekennzeichnete Lebensmittel gekauft.“ Dies würde, wenn es denn in Deutschland eingeführt würde, eine große Anzahl von Menschen helfen, sich gesünder zu ernähren und so den inneren Schweinhund überlisten. Das lästige nachlesen auf miniwinzigen Hinweisetiketten, zu den Hinhaltsstoffen, Kalorien-, Fett-, Kohlehydrat- und Eiweißgehalt,  welche selten einer liest, entfiele, Was nicht heißt, dass dies nicht vorbildlich ist. Es wird nur zu wenig beachtet, oder?  Bisweilen  wurde die grün-gelb-rot Etikettierung von Lebensmitteln in Deutschland verworfen. Warum wohl? Ginge es unserer Wirtschaft nicht noch besser, wenn mehr gesunde Menschen herum liefen? Wie heißt es so schön: „In einem gesunden Körper, lebt ein gesunder Geist.“ wie einst der römische Dichter Juvenal (60-140 n.Chr.) original „Mens sana in corpore sano“ schrieb. Auch die Krankenkassen würden langfristig entlastet werden. Prävention ist doch besser als mit Arzneien zu kurieren, oder? Wäre es nicht sinnvoll, mehr effektive Möglichkeiten, gesunde Entscheidungen durch die Food-Service-Umfeld zu fördern und diese Strategien umzusetzen, z. B. bei Arbeitsstellen oder im Einzelhandel. Hier ist sicher noch Aufklärungsarbeit zu leisten. Geht uns die Gesundheit nicht alle an?

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Am Ende der ersten sechs Monate Studienzeit führte das Programm zu einem signifikanten Anstieg der Käufe von „grünen“ Produkte.

Original Text nachzulesen bei http://news.harvard.edu/gazette/story/2014/01/color-coded-labels-healthier-food/

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