Grunderwerbsteuer 2014

Was sich bei den Erwerbsnebenkosten ab 2014 ändert: Leider werden die Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf 2014 wieder teurer. Die Notarkosten stiegen im August 2013.  2012 wurde in Nordrhein-Westfalen die Grunderwerbsteuer auf 5% erhöht. 2013 zog Rheinland-Pfalz nach. Aber auch andere Bundesländer waren betroffen. Jetzt ziehen weitere Bundesländer nach. In Berlin steigt die Grunderwerbsteuer 2014 auf 6% und Schleswig-Holstein sogar auf 6,5%.

Die Grunderwerbsteuer ab 1. Januar 2014 im Überblick:

  • Baden-Württemberg: 5 Prozent
  • Bayern: 3,5 Prozent
  • Berlin: 6 Prozent (aktuell: 5 Prozent)
  • Bremen: 5 Prozent (aktuell: 4,5 Prozent)
  • Brandenburg: 5 Prozent
  • Hamburg: 4,5 Prozent
  • Hessen: 5 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern 5 Prozent
  • Niedersachsen: voraussichtlich 5 Prozent (aktuell: 4,5 Prozent)
  • Nordrhein-Westfalen: 5 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 5 Prozent
  • Saarland: 5,5 Prozent
  • Sachsen: 3,5 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 5 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 6,5 Prozent (aktuell: 5 Prozent)
  • Thüringen: 5 Prozent

Quelle n-TV.de/Ratgeber

Neben der Grunderwerbsteuer muß der Erwerber einer Immobilie, die Notar- und auch die Gerichtskosten berücksichtigen. Die Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Zahlung beim Erwerb einer Immobilie an das Finanzamt. Jede Immobilie wird beim Verkauf damit belastet. Ohne Zahlung der Grunderwerbsteuer keine Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Die Notarkosten richten sich nach einer Gebührentabelle in Anlehnung an den Kaufpreis und ist gestaffelt. Sie beträgt im Durchschnitt ca. 1% des Kaufpreises einer Immobilie. Die Gerichtskosten bestehen aus verschiedenen Kostenanteilen, wie Auflassungsvormerkung (dokumentierter Sicherungsanspruch für den Käufer nach Erwerb einer Immobilie) Löschungs- und Eintragungskosten nach Umschreibung auf den jeweiligen Eigentümer sowie Eintragungskosten für Grundschulden. Insgesamt sind hierfür ca. 0,5% des Kaufpreises mit einzukalkulieren.

Je nach dem, ob ein Immobilienmakler mitgeholfen hat, zahlt der Erwerber an diesen eine Provision, die  ebenfalls nach Bundesländern variiert und gesetztlich vordefiniert ist. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Maklerprovision insgesamt 7,14% aufgeteilt als Käufercourtage in der Regel mit 3,57% des Kaufpreises, und der Verkäufer eine Verkäufercourtage von bis zu 3,57%. In Hessen, Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Berlin beträgt die Gesamtcourtage ebenfalls 7,14%, die jedoch alleine vom Käufer zu tragen. In Süddeutschland, wie Bayern und Bad Württemberg werden diese Kosten ausschließlich vom Verkäufer getragen. Einige Maklerfirmen inserieren manchmal provisionsfrei. Hier wird in der Regel mit dem Verkäufer eine Provision ausgehandelt, die in die Kaufpreisgestaltung mit einfließt. Letztendlich zahlt auch hier der Käufer mit der Kaufpreiszahlung die Provision.

Die Erwerbsnebenkosten können also schnell 10,07 bis 15,14% in 2014 erreichen. Wen wundert es, wenn so mancher Verkäufer zumindest auf die Maklerprovision verzichten will und selbst inseriert. Das dies an der falschen Stelle gespart ist, verraten wir in einem anderen Artikel.

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